Plattdeutsche Lieder und Geschichten im Heimathaus

HeimathausZusammenkommen, Plattdeutsch hören und singen, dazu lud der Heimatverein Rheine seine Mitglieder und Freunde der plattdeutschen Sprache ein.
Am Sonntag war das Heimathaus herbstlich geschmückt und viele Gäste kamen. Margret Pentzek begrüßte die Gäste und Akteure. Sie war sehr erfreut über die Tatsache, das kein Stuhl mehr frei war. Auch der Kiepenkerl (Heinz Hesping aus Elte) begrüßte alle Ankommenden mit einer Stärkung. Das Ehepaar Krenz hatte ein Kuchenbüffett erstellt und der Gitarrenkreis der KFD St. Antonius unter Leitung von Margret Schepers spiele das Lied
,,Vandage is graute Kaffeeschlacht": So wurde zum Kaffee gebeten und dazu lieferte Felix Knieper (14 J.) die Hintergrundmusik. Mit dem Akkordeon spielte er bekannte Melodien. Felix und sein Bruder Daniel sind seit 5 Jahren dabei.

Nach dem Kaffee begann das Programm das von Daniel und Felix Knieper, Heinz Hesping, Margret Pentzek und dem Gitarrenkreis gestaltet wurde. Margret Pentzek begann bezugnehmend auf den November mit der Geschichte von H. Ottenhus ,, De arme Siäle" und erzählte von durchaus lustigen Begebenheiten auf dem Friedhof.

Dann kam Daniel Knieper (8 Jahre) ans Mikrofon und zeigte, das Plattdeutsch auch von Kindern gelesen wird. De Pastor un sin Auto und Benätzken un de Fleigen trug er vor und bekam viel Beifall. Auch Heinz Hesping unterhielt bestens mit Geschichten von Augustin Wibbelt. De niee Knecht und vont Liäben un Stiärben waren sehr erheiterend.

Die Stimmung war sehr gut, dazu trug auch die Anwesenheit des 6-köpfigen Gitarrenkreises bei. Vom Gitarrenkreis waren Liederhefte verteilt worden und so wurde im Wechsel gespielt, gesungen und vorgetragen. Margret Pentzek führte durch das Programm und stellte fest; Plattdeutsch öffnet die Herzen und lässt die Menschen entspannt  zurück. Viele heitere und besinnliche Texte und Lieder rundeten den Nachmittag ab. Im Namen des Heimatvereins dankte Margret Pentzek den Akteuren für ihr Tun und den Gästen fürs Zuhören.
Schön ist es, wenn alle Generationen zusammen etwas gestalten , so war die allgemeine Hoffnung sich bald wieder zu treffen.
Nächste Veranstaltung ist am 8. Febr. 2018 - Weiberfastnacht .


 

Filmnachmittag im Heimathaus

Wer erinnert sich noch an das Ende des 2. Weltkrieges, als die Briten Norddeutschland eroberten und besetzen? Um auf diese Frage eine Antwort zu erhalten, hatte der Heimatverein Rheine in Abstimmung mit Heinz Schulte zu einem Filmnachmittag in das Heimathaus Hovesaat eingeladen.

Der vom LWL erstellte Film „Good morning Westphalia“ dokumentierte die Zeit, als die Briten 1945 zunächst als Besatzer zu uns kamen, als Verbündete die Neuausrichtung Deutschland nach dem Kriege beeinflussten und dann als Freunde bei uns blieben.

Was der gezeigte Film bezwecken wollte, gelang hervorragend. Aus dem großen Kreis der Besucher meldeten sich zahlreiche Zeitzeugen, die sich an diese Zeit erinnerten und über ihre Erlebnisse berichteten. Die Aussagen der Zeitzeugen überzeugten Heinz Schulte, über die angesprochene Zeit ein Zeitdokument, bezogen auf unsere Stadt, zu erstellen und die Aussagen der Zeitzeugen in sein neues Filmprojekt einfließen zu lassen.

Heinz Löring dankte Heinz Schulte für seine Entscheidung und bezeichnete den heutigen Nachmittag als die Geburtsstunde eines neuen historischen und geschichtlichen Filmprojektes. Er halte es für wichtig, Vergangenes für die Gegenwart und damit auch für die Zukunft zu erhalten.

Am Schluss der Veranstaltung waren sich alle einig, dass der Frieden, in dem wir leben dürfen, bei vielen Menschen heute zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Mit den Erfahrungen früherer Zeiten, den der Film aufgezeigt hatte, sollte es die Pflicht aller sein, Frieden zu bewahren und dem Nationalismus keine Chance zu geben.


 

Kreisheimattag auf der Hovesaat

 Aus Anlass des 140jährigen Bestehens hatte der Kreisheimatbund den Heimatverein Rheine gebeten, den Kreisheimattag 2017 durchzuführen. Gern habe wir diese ehrenvolle Aufgabe übernommen und am 14, Oktober 2017 den Kreisheimattag auf der Hofanlage unseres Heimathauses Hovesaat durchgeführt.

Im Mittelpunkt stand der Vortrag von Dr. Andreas Eiynk „Wo die Ems am schönsten ist.“

Reinhild Finke, die Vorsitzende des Kreisheimatbundes, begrüßte die Vertreter der Heimatvereine des Kreises Steinfurt. Ein herzlicher Willkommensgruß galt dem Landrat des Kreises, Dr. Klaus Effing, dem Bürgermeister der Stadt Rheine, Dr. Peter Lüttmann und nicht zu vergessen der Gruppe Strauhspier, die mit ihren plattdeutschen Liedern begeisterte.

Sowohl der Landrat als auch der Bürgermeister griffen in ihren Grußworten das Thema „Heimat“ auf und hinterfragten, was Heimat für den Menschen in der heutigen Zeit bedeutet.

Als Hausherr begrüßte der Vorsitzende Heinz Löring die Gäste und ging in seinem Grußwort auf die Geschichte der Bentlager Hovesaat ein, die in enger Verbindung mit der Geschichte des Heimathauses Hovesaat und dem Kloster Bentlage steht.

Dr. Andreas Eiynk, Leiter des Emsland Museums in Lingen, nahm die Heimatfreunde dann mit auf eine Reise entlang der Ems, zeigte Eingriffe in den Emslauf und zeigte, wie man versucht, die Ems an verschiedenen Stellen wieder zu renaturisieren. An tollen Aufnahmen zeigte er, wie schön die Ems ist.

Nach dem gemeinsamen Mittagsessen standen zwei Exkursionen an; und zwar in die Innenstadt mit seinen historischen Gebäuden und in den Salinenpark.

Der Kreisheimattag endete mit einem Kaffeetrinken im Heimathaus Hovesaat.

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